Manipulationsmaschinen erobern unsere Welt.

Wie wunderbar ist es doch wenn man seinen Weg in unbekanntes Gelände nicht mehr mühsam selber suchen muss, sondern sich auf die Vorschläge von Algorithmen einlassen kann und bei jeder Wegkreuzung zu Problemstellungen einfach die KI Taste drückt und schon übernimmt ein AI-Agent die Lösung mit einem vollendet ausgelegten Angebot.

Wir werden diesen Weg langsam gewohnt. Wie weit wollen wir ihm folgen? Bekommen wir irgendwann ein Bildungsprogramm offeriert, in dem der Unterricht nur mehr über angefütterte KI Stimmen konsumiert wird? Materialentscheidungen, Handhabung der Werkzeuge, Farbenwahl sind dann festgelegte Bedingungen, die Konzerne mit fordernden Werbeeinschaltungen unserer persönlichen Entscheidung entziehen. Farb- und Kompositionslehre, Bedeutungsproportion und persönliche Sinninhalte gehen dabei leer aus. Das führt uns zu einer Entfremdung der faszinierenden Welt der Kunst und zu einem Stillstand der individuellen künstlerischen Entwicklungs- und Ausdrucksvielfalt.
Der persönliche Enthusiasmus der lehrenden Persönlichkeit mit ihren gezielt angebotenen Problemlösungsvorschlägen setzt der fehlenden ästhetischen Bildung der Tech- Welt das entgegen, was wir in der Versinnlichung der Wahrnehmung finden und im Werk umsetzen können. Durch die laufende Kommunikation mit der Klassenleitung entwickeln sich individuelle Erkenntnisprozesse die als Zukunftsrichtlinie die Verführungen der digitalen Plattformen ad absurdum führen. 
Der Umgang mit künstlicher Intelligenz könnte auf vielen Ebenen, auch der Ebene der Kunst, rascher außer Kontrolle geraten als wir ahnen können. Wer außer Sie kann dieser Entwicklung mit Überzeugung entgegentreten und sein sichtbares Werkergebnis hier an der Sommerakademie art didacta sicht- und erlebbar machen.

 

 

 




Michael & Beate Defner